Freien-News

04.11.2019

Solidaritätsaktion

Lauf zur Pressefreiheit für türkische Journalistinnen und Journalisten

Namen inhaftierter Journalistinnen und Journalisten vor der türkischen Botschaft in Berlin. DJV-Mitglieder machten einen Lauf und Spaziergang zur Auslandsvertretung der Türkei, um auf die gravierenden Probleme der Pressefreiheit in dem Land aufmerksam zu machen. Fotos: Frank Sonnenberg.

Mit einem Lauf und Marsch zur Botschaft der Türkei machten Mitglieder des DJV am frühen Morgen des 4. November auf Journalistinnen und Journalisten aufmerksam, die in der Türkei wegen ihrer Arbeit im Gefängnis sitzen. Dabei brachten sie gegenüber der Botschaft auch die Namen von Inhaftierten an.


Der DJV wollte sich dabei an eine ähnliche Lauf-Aktion anknüpfen, die am Vortag in Istanbul stattgefunden hatte:


Mitglieder des Türkischen Journalistenverbandes (TGS) hatten am 3. November am großen Istanbul-Marathon teilgenommen, der auch über den Bosporus führt. Unter dem Motto "Journalismus ist kein Verbrechen" wollten sie auf die fehlende Pressefreiheit in der Türkei aufmerksam machen.


Die Aktivisten des DJV trugen T-Shirts und Laufkappen mit dem Motto "Freier Journalismus - Läuft!".


"Freier Journalismus - Läuft!", unter diesem Motto laufen (sic!) seit Sonntag, 3. November, Aktionen rund um das "Jahr der Freien", mit dem der DJV den freien Journalismus ein Jahr lang in einen besonderen Fokus seiner Verbandsarbeit stellt.


Natürlich ist mit dem "freien Journalismus" in diesem Zusammenhang der Beschäftigten-Status als Freie/r gemeint. Die Pressefreiheit selbst ist eigentlich nicht das zentrale Thema der Aktion, sondern die vielfältigen Herausforderungen, die sich bei der Arbeit "ohne Arbeitsvertrag" stellen. Weil der "freie Journalismus" aber eine erfreuliche Doppeldeutigkeit hat und auch für die Pressefreiheit stehen kann, wurden das Motto und die Ausrüstung des "Jahres der Freien" spontan mit den Problemen der Kolleginnen und Kollegen in Verbindung gebracht.



MH


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