Freien-News

09.03.2020

Bildjournalismus

Können Frauen nicht fotografieren?

Der DJV Hamburg hat zusammen mit dem Datenteam des Spiegel ermittelt: Nur 14 Prozent der Cover von 30 deutschen Magazinen stammten im vergangenen Jahr von Fotografinnen.

Fotografen: kein Frauenberuf? Foto: Frank Sonnenberg

Keine Frage: Fotografinnen machen keine schlechteren Bilder als ihre männlichen Kollegen. Aber warum stammen so wenige Titelbilder in Zeitschriften von Frauen? Dass es nur wenige sind, fanden der DJV-Landesverband Hamburg und das Datenteam des Spiegel heraus. 540 Cover hatten sie sich dafür angesehen. Eine wissenschaftlich fundierte Begründung für dieses krasse Missverhältnis steht aus. Lesenswert sind stattdessen die Einschätzungen, um die die Hamburger Kollegen Bildjournalistinnen und -journalisten gebeten haben.

 

Am überzeugendsten ist die Analyse von Margarete Krüger von der Bildagentur Visum. Danach starten nur ein Drittel Frauen ins Studium. "Im Berufsalltag kommen dann noch ca. 20 Prozent Fotografinnen an im Vergleich zu 80 Prozent männlichen Kollegen."

 

Warum die Fotografie als Beruf so wenige Frauen anspricht, ist zu klären. Und zwar bald. Schließlich geht es um die Akzeptanz von Zeitschriften, die nicht auf Dauer als Männerprodukt wahrgenommen werden dürfen, wenn sie erfolgreich bleiben wollen.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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