Freien-News

17.02.2020

Springer

Droht die Aufspaltung?

Laut Berliner Zeitung steht die Aufspaltung des Springer-Konzerns bevor. BILD und Welt sollen in eine Stiftung überführt werden, die Digitalsparte soll eigenständig werden. Sollen die Zeitungen so vor dem Investor KKR gerettet werden?

Springer: ungewisse Zukunft. Foto: Axel Springer

Die Berliner Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf eine nicht namentlich genannte Quelle, die offenbar Insiderkenntnisse über die Aufspaltungspläne hat. "Die publizistischen Objekte kommen in eine Stiftung, die mit KKR nichts zu tun hat. Die Rubrikenmärkte wandern in eine von den Amerikanern geführte Aktiengesellschaft mit der neugegründeten Stiftung als Juniorpartner", wird der Informant zitiert. Springer dementiert.

 

Ob das als Kompromiss zwischen den Renditeerwartungen von KKR und dem publizistischen Anspruch von Springer zu verstehen ist? Ob in einer Stiftung der Fortbestand von BILD und Welt gesichert ist oder der Anfang vom Ende der beiden Titel eingeläutet wird? Die Befürchtung ist nicht von der Hand zu weisen, wenn mit den sprudelnden Gewinnen des Digitalbereichs keine möglichen Verluste der Zeitungen mehr abgefedert werden können.

 

Auf jeden Fall ist bei den vielen Fragen klar, dass die angekündigten Veränderungen bei Springer massiver ausfallen dürften, als bei einem reinen Stellenabbau absehbar wäre. Der Konzern muss die Karten auf den Tisch legen. Das ist er Lesern wie Mitarbeitern schuldig.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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