Freien-News

07.02.2020

Hamburger Morgenpost

Belegschaft atmet auf

Arist von Harpe heißt der künftige Eigenümer der Hamburger Morgenpost. Der Xing-Manager setzt auf das journalistische Potential des Blattes. Die Belegschaft atmet hörbar auf.

"Wir freuen uns, dass ein Eigentümer gefunden wurde, der die Mopo als Ganzes erhält, sich zur Belegschaft bekennt und unser Engagement zu schätzen weiß." Das sagte der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost am gestrigen Donnerstag, als die gefühlt unendlich lange Zitterpartie um die Zeitung beendet wurde.

 

Der Mann, der die Morgenpost von DuMont übernimmt, ist der Xing-Manager Arist von Harpe. Erfahrung als Verleger hat er nicht, aber das Mediengeschäft ist ihm alles andere als fremd. Und klare Vorstellungen über die Mopo hat er auch: "Sie ist eine Institution mit einem ganz besonderen Lokalkolorit und mit einer coolen Marke, an der mein Herzblut hängt. Und ich bezweifele stark, dass Lokaljournalismus tot sei, wie manche sagen. Im Gegenteil: Journalismus ist so relevant wie nie!" Da kann man ihm nur aus voller Überzeugung zustimmen. Und mehr noch: "Nur Kostensenken und Sparen an der journalistischen Qualität, wie es andere Verlage derzeit vorführen, ist aus meiner Sicht kein Zukunftsmodell." Das sehen wir ganz genauso, Herr von Harpe.

 

Zu hoffen ist, dass er von dieser Devise nicht abweicht. Die Journalisten der Mopo haben eine Zukunft verdient, die nicht von ständiger Angst um den Jobverlust geprägt ist. Wir drücken den Kollegen die Daumen und wünschen Arist von Harpe viel Erfolg und eine gute Hand.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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