Pressemitteilungen

13.03.2020

Corona-Krise

Verantwortung für Freie zeigen

Der Deutsche Journalisten-Verband appelliert an die Bundesregierung und die Medienunternehmen, in der Corona-Krise Verantwortung für die freien Journalistinnen und Journalisten zu übernehmen.

Der DJV-Bundesvorstand beschloss dazu ein Forderungspaket. Die Bundesregierung wird dazu aufgefordert, den Freien Honorarausfälle zu ersetzen, die etwa durch den Ausfall von Veranstaltungen entstehen. Außerdem sollen Freie, die aus präventiven Gründen ihre Arbeit nicht ausüben können, einen Anspruch auf Krankengeld haben.

 

Die Verlage und Sender als Auftraggeber der Freien sind aufgerufen, soziale Verantwortung für die Freien zu beweisen. Dazu gehört es, Freie weiter einzusetzen oder ihnen die Heim- oder Telearbeit zu ermöglichen. Erkrankte Freie sollen ihre Honorare im vereinbarten bzw. bisher üblichen Umfang für mindestens sechs Wochen ab dem ersten Krankheitstag bekommen. Die Fortzahlung sollte auch für solche Freien gelten, die aus Gründen der Prävention der Arbeit fernbleiben, ohne unter Quarantäne zu stehen. Das sollte unabhängig davon gelten, ob die Präventionsmaßnahme vom Auftraggeber selbst, von Dritten oder den Freien selbst beschlossen wurde.

 

„Corona stellt Staat, Wirtschaft, Gesellschaft und den Journalismus vor ganz neue Herausforderungen“, erklärt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Vor allem für die Freien muss Verantwortung übernommen werden. Das ist das Gebot der Stunde.“

 

Die DJV-Forderungen zur Corona-Krise sind auf den Digitalseiten des DJV unter folgender URL zu finden: www.djv.de/corona

 

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djvspamfilter@djvspamfilter.de