04.10.2017

G20-Akkreditierungen

Rehabilitierung nötig

Der Deutsche Journalisten-Verband verlangt die vollständige Rehabilitierung der Journalisten, denen aufgrund falscher und veralteter Dateneinträge die Akkreditierung zum G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg entzogen wurde.

In mehreren der insgesamt 32 Fälle stellte sich heraus, dass den betroffenen Journalisten unrechtmäßig Delikte im Zusammenhang mit gewalttätigen Demonstrationen zugeordnet wurden, die sie nicht begangen haben. Jetzt fand das ARD-Hauptstadtstudio heraus, dass ein Berliner Bildjournalist wegen seiner Berichterstattung über eine gewalttätige Demonstration im Jahr 2011 einen Datenvermerk wegen Landfriedensbruchs hat. Da die Unterlagen über die Demonstration beim Landeskriminalamt gelöscht worden sein sollen, kann der Vermerk in den Unterlagen des Bildjournalisten nicht beseitigt werden.

 

DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall sieht darin einen besonders krassen Fall von Stigmatisierung: „Der Kollege ist als potentieller Gewalttäter gebrandmarkt, obwohl er nichts anderes als seinen Job getan hat.“ Die Behörden müssten umgehend seine Akte bereinigen. Das gleiche gelte für die anderen G20-Journalisten, denen die Akkreditierung entzogen worden sei: „Wenn gegen einen Journalisten kein Strafverfahren eingeleitet wurde, gilt er als unschuldig. Das muss auch seine Akte bei den Polizeibehörden widerspiegeln.“

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

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