08.03.2018

Brüssel

"Media Against Hate" - Konferenz

Bei der Abschlusskonferenz des Projektes „Media Against Hate“ ging es um weit mehr als um Hasskommentare gegen Journalist*innen in sozialen Netzwerken.

Harlem Désir, OSCE Representative on Freedom of the Media / Foto: Twitter @OSCE_RFoM

Der OSZE-Medienbeauftragte Harlem Désir erinnerte in seiner Keynote an den jüngsten Journalisten-Mord an Jan Kuciak. Jede Gewalt gegen Journalisten beginne mit Worten, stellte er klar.


In den anschließenden Panels und Präsentationen wurden unterschiedlichste Projekte und Strategien gegen Hate Speech vorgestellt. Deutlich wurde dabei: Hassrede gegen Medienschaffende ist eng mit den Themen Flucht und Migration verknüpft und wird durch den Rechtsruck in Europa ein immer größeres Problem.


Weitere Kernthemen waren rechtliche Möglichkeiten gegen Hasskriminalität, technologische Aspekte und die Rolle der Plattformbetreiber. Das deutsche NetzDG wurde dabei kritisch mit Blick auf eine mögliche Einschränkung der Meinungsfreiheit diskutiert. Selbstregulierung sowie die Stärkung von Diversity im Journalismus und mehr Medienkompetenz seien bessere Mittel im Kampf gegen Hate Speech und Fake News als Zensur. Da waren sich alle Expertinnen und Experten einig.

Von Anna-Maria Wagner


Nachlese

Bericht der EFJ

Projekt-Website "MEDIA AGAINST HATE"