28.01.2019

Tempolimit

Kritik am Autofahrer verbietet sich

Wer ganz ohne Migrationsfragen einen Proteststurm lostreten will, braucht nur die Freiheit des deutschen Autofahrers in Frage stellen. Journalisten müssen da viel aushalten.

Autobahn 66 Foto: Ansgar Koreng / CC BY-SA

Das Recht aufs Pendeln, Abgasgrenzwerte, Fahrtüchtigkeitsprüfungen für Senioren, Tempolimit: Wer sich für eine Einschränkung vermeintlicher Autofahrerrechte ausspricht, muss sich in Zeiten von Social Media auf das Schlimmste gefasst machen. Der jeweilige Autor kann sich gewiss sein, dass ihn auf Facebook, Twitter und Co. Hass und Häme treffen. So sehr sich diese Kommentare fast immer selbst disqualifizieren, so einschüchternd sind sie doch in ihrer Masse.

 

Es spricht Bände, wie sehr das Thema Tempolimit einige Gemüter erregt. "Autobahn, PS und Diesel" könnte die Trias von "Einigkeit und Recht und Freiheit" in der deutschen Nationalhymne gut und gerne ersetzen, so sehr definieren sich manche Mitbürger über ihr blechernes Gefährt. Kritischen Journalisten bleibt da nur, sich immer wieder selbst daran zu erinnern, dass die Social-Media-Schreihälse selten repräsentativ für die tatsächliche Stimmung im Land sind. 

 

Ein Kommentar von Sebastian Huld.