02.10.2018

Rechtsterroristen

Hartes Vorgehen gefordert

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert von den Ermittlungsbehörden des Bundes und der Länder ein hartes Vorgehen gegen Rechtsterroristen.

Anlass sind die Festnahmen von sieben Mitgliedern der mutmaßlichen Terrorgruppe „Revolution Chemnitz“ und Erkenntnisse der Bundesanwaltschaft, nach denen die Verhafteten neben anderen Gewalttaten Angriffe auf Journalisten geplant haben sollen. „Die Eindrücke der Gewaltwelle von Chemnitz gegen Berichterstatter verstärken sich: Attacken auf Journalisten sind keine ,Kollateralschäden‘, sondern wir sind die Ziele der Rechtsextremisten“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Es sei erschütternd, dass Terror gegen Journalisten in Deutschland offenbar zu einer ernstzunehmenden Gefahr geworden sei. „Umso wichtiger ist, dass die Ermittlungsbehörden genau untersuchen, ob es womöglich weitere Terrorzellen gibt.“ Wenn der Generalbundesanwaltschaft Namen potentieller Anschlagsopfer bekannt seien, erwarte er, dass sich die Ermittler mit den betroffenen Kollegen in Verbindung setzten und größtmögliche Vorkehrungen zu ihrem Schutz träfen.

Die Aufdeckung der Chemnitzer Terrorgruppe strafe diejenigen Lügen, die Hetzjagden auf Menschen mit Migrationshintergrund und auf Journalisten in Chemnitz vehement abgestritten hätten, so der DJV-Vorsitzende. „Vielleicht glauben uns diese Politiker jetzt, dass bei rechten Demos und Aufmärschen ein besserer Polizeischutz von Journalistinnen und Journalisten notwendig ist.“

 

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Hendrik Zörner

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