04.03.2019

Tarifabschluss öffentlicher Dienst

Glückwunsch, Kollegen!

Acht Prozent mehr in 33 Monaten. Vom Tarifabschluss im öffentlichen Dienst profitieren auch die Journalisten in staatlichen Pressestellen. Gut so, sie haben es verdient.

Geld: Zuwachs willkommen. Foto: Salome Roessler

Das war kein Spaziergang. Bevor der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst der Länder an diesem Wochenende zustande kam, waren mehrere Warnstreiks notwendig. Bürgerämter, Personennahverkehr, Kitas waren nur einige der Einrichtungen, die punktuell und gezielt für kurze Zeit bestreikt wurden. Die Auswirkungen waren spürbar. Ohne eine Einigung hätte verdi zur Urabstimmung aufgerufen.

 

Von dem Tarifabschluss profitieren auch die Journalistinnen und Journalisten in staatlichen Pressestellen. Acht Prozent mehr Gehalt in drei Stufen bis 2021 können sich sehen lassen. Und die Pressesprecher und ihre Mitarbeiter gucken künftig wahrscheinlich ein bisschen fröhlicher auf ihre Gehaltszettel. Das dicke Plus kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es für die Pressestellenjournalisten nach wie vor keine einheitliche Regelung zur Eingruppierung gibt, auf die sie pochen könnten. Da besteht tarifpolitischer Nachholbedarf, liebe verdi-Kollegen. Zumal die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit als journalistisches Betätigungsfeld stetig an Beliebtheit dazu gewinnt. Davon kündet auch der DJV-Kongress "Brückenschlag" am 22. März in Berlin. Der Untertitel der Veranstaltung könnte treffender nicht sein: "Kommunikation in unruhigen Zeiten."

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner