10.10.2018

Journalistenmorde

DJV ruft zu Schweigeminute auf

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft anlässlich des ersten Todestages von Daphne Caruana Galizia zu einer Schweigeminute am 16. Oktober um 12 Uhr auf.

An diesem Tag vor einem Jahr wurde die maltesische Journalistin Opfer eines Bombenattentats. „Alle Journalistinnen und Journalisten sollten am 16. Oktober unserer Kollegin gedenken, deren Recherchen über Schmiergelder und Schwarzgeldkonten korrupten Politikern und Finanzjongleuren offenbar ein Dorn im Auge waren“, appelliert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Es ist furchtbar, dass sie für ihren Mut mit dem Leben bezahlen musste.“ Umso wichtiger sei es, dass die europäischen Institutionen gemeinsam mit den nationalen Ermittlungsbehörden ihre Anstrengungen verstärkten, Licht ins Dunkel des Mordes an der Journalistin zu bringen. Das gelte auch für den Mord an der bulgarischen Journalistin Wiktorija Marinowa vor wenigen Tagen.

 

Der DJV-Vorsitzende erinnert in dem Zusammenhang auch an den Tod des slowakischen Journalisten Jan Kuziak, der wie seine maltesische Kollegin über Korruption recherchierte: „Jeder Anschlag auf einen Journalisten in Europa ist ein Anschlag auf die Grundwerte, auf denen die Europäische Gemeinschaft fußt.“

 

Überall begrüßt ausdrücklich die Mahnwache, zu der die Europäische Journalisten-Föderation für den 16. Oktober vor dem Brüsseler Europaratsgebäude aufgerufen hat. „Weder wir Journalisten noch die europäischen Politiker dürfen über den Tod von Daphne Caruana Galizia zur Tagesordnung übergehen.“

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

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