11.10.2017

Nach G20

„Die Diskreditierten“ zeigen ihre Fotos

Die angespannten Arbeitsbedingungen von Pressefotografinnen und Fotografen beim G20 Gipfel in Hamburg standen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion in Berlin.

Foto: Frank Überall.

Unter dem Titel "Die Diskreditierten" haben elf Medienvertreter, denen vom Staat die Akkreditierungen für die Berichterstattung entzogen worden sind, ihre Werke ausgestellt - also das, was sie noch ablichten durften, bevor ihnen das von der Polizei zumindest teilweise verboten wurde.

Zur Ausstellungseröffnung lauschten mehr als hundert Zuhörer den Fotografen Frank Bründel und Björn Kietzmann, die über ihre Erlebnisse sprachen. Arnd Henze vom ARD-Hauptstadtstudio erläuterte das Ergebnis seiner Berichte zum Akkreditierungs-Entzug für 32 Journalisten: "Die Entscheidungen basierten auf einem toxischen Gebräu aus falschen und rechtswidrig gespeicherten Daten."

Die Bilder zeigen eindrucksvoll, wie angespannt die allgemeine Lage in Hamburg war. Gleichzeitig ist auf mehreren Werken zu sehen, wie rabiat die Polizei teilweise auch gegen Medienvertreter vorgegangen ist. Der DJV hatte die Akkreditierungspraxis bei G20 Gipfel massiv kritisiert und besteht weiterhin auf einer nachhaltigen Aufklärung dieser Eingriffe in die grundgesetzlich gesicherte Pressefreiheit.

Die Ausstellung ist noch bis 10. Dezember 2017 zu sehen im La Marmite, Schützenstraße 3, 12165 Berlin.

 

Ein Beitrag von Frank Überall