11.06.2019

Social Media

Bundestag wird (ein bisschen) viral

Der Deutsche Bundestag will künftig auch die sozialen Medien für die Information der Bürger nutzen. Zusätzliches Personal ist dafür nicht vorgesehen. Also mal nebenher ein bisschen twittern?

Ein "digital native" ist Wolfgang Schäuble, der Präsident des Deutschen Bundestags, mit seinen 76 Jahren nicht gerade. Immerhin behauptet er das auch nicht von sich. Vielleicht liegt es an seiner fehlenden Affinität für die sozialen Netzwerke, dass das Parlament jetzt beschlossen hat, seine Informationspolitik auf Twitter und Instagram auszudehnen. Bisher werden Informationen nur über die Homepage des Bundestags verbreitet, wo auch die Plenarsitzungen im Livestream verfolgt werden können.

 

Ob das Parlament mit einem fertigen Kommunikationskonzept antritt, ist nicht bekannt. Wohl aber, dass es für das Twittern keine zusätzlichen Stellen geben soll. Also mal so nebenher einen Tweet absetzen? Das mag ja noch angehen, aber wer kümmert sich um die Diskussionen mit den Usern? Oder sind die nicht eingeplant? Spätestens mit dem ersten Shitstorm wird der Bundestag schon merken, dass digitale Kommunikation keine Nebenbeschäftigung ist. Das kann nicht lange dauern.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner