DJV-Lexikon: Zweitdruckrecht

Als Zweitdruckrecht wird eine bestimmte Form eines Nutzungsrechts bezeichnet. 

 

§ 13 des Tarifvertrags für arbeitnehmerähnliche Freie an Tageszeitungen enthält Regelungen dazu, was unter einem Erstdruckrecht, einem Zweitdruckrecht oder einem Alleinveröffentlichungsrecht zu verstehen ist. Ferner ist geregelt, dass der Verlag im Zweifelsfall nur das Recht zur einmaligen Veröffentlichung des Beitrags in den Ausgaben erhält, für die er angenommen ist. Im Zweifel bedeutet dies, dass weder ein Erstdruckrecht, noch ein Zweitdruckrecht oder ein Alleinveröffentlichungsrecht vereinbart wurde.

Beim Erstdruckrecht hat der Abnehmer Anspruch auf die Priorität der Veröffentlichung des Beitrages in seinem Verbreitungsgebiet, gegebenenfalls im Verbreitungsgebiet der Ausgaben, für welche der Beitrag angenommen wird. Der freie Journalist darf also den gleichen Beitrag nicht zum vorherigen oder gleichzeitigen Abdruck in diesem Verbreitungsgebiet anderweitig anbieten.

Beim Zweitdruckrecht muss der Abnehmer mit der vorherigen oder gleichzeitigen Veröffentlichung des Beitrages in seinem Verbreitungsgebiet rechnen. Der freie Journalist kann also den gleichen Beitrag auch vor Veröffentlichung durch den Abnehmer zum vorherigen oder gleichzeitigen Abdruck in diesem Verbreitungsgebiet anderweitig anbieten.