DJV-Lexikon: Mutterschaftsgeld

Bei gesetzlich Krankenversicherten wird von der Krankenkasse Mutterschaftsgeld gezahlt. Das gilt für Redakteurinnen wie auch Freie, die über die Künstlersozialkasse in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

Bei gesetzlich Krankenversicherten wird von der Krankenkasse Mutterschaftsgeld gezahlt. Das gilt für Redakteurinnen und Freie.

Bei Freien beträgt die Höhe des Mutterschaftsgeldes 70 Prozent des Einkommens, das der Beitragsberechnung zur Künstlersozialversicherung während der letzten zwölf Monate vor Beginn der Mutterschutzfrist zugrunde gelegen hat. Während des Muttergeldbezuges wird die Mitgliedschaft bei der KSK beitragsfrei gestellt. Die Mutterschaftsschutzfrist mit dem Anspruch auf Mutterschaftsgeld endet mit der achten Woche nach der Entbindung.

Wer – wie an Rundfunkanstalten – über den Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge zahlt und gesetzlich krankenversichert ist, erhält pro Tag 13 Euro von der Krankenkasse. Der Arbeitgeber muss diesen Betrag
bis zum Nettogehalt aufstocken: Über die genaue Höhe bestehen an den Rundfunkanstalten Tarifverträge.

Bei privat Krankenversicherten wird in vielen (nicht allen!) Tarifverträgen das Nettogehalt gezahlt, allerdings gemindert um den jeweiligen Leistungshöchstsatz der örtlichen AOK (sozusagen als Strafabzug dafür, dass man sich nicht gesetzlich versichert hat). Damit reduziert sich die Zahlung des Senders auf wenige Euro pro Tag. Das Bundesversicherungsamt in Bonn zahlt ihnen unter Umständen während der 14 Wochen Mutterschutzfrist 210
Euro im Monat, allerdings nur, wenn sie überhaupt als Arbeitnehmer der Sender anerkannt werden. Genau dies ist allerdings immer wieder streitig. Unter dem Strich erhält die privat Versicherte in vielen Fällen damit rund 1.000 Euro weniger.

Bundesversicherungsamt
(Mutterschaftsgeldstelle)
Friedrich-Ebert-Allee 38
53113 Bonn
Telefon 0228 619-1888
mutterschaftsgeldstellespamfilter@bvaspamfilter.de